Ökumene

St. Petri (ev.) und St. Patrokli (kath.) liegen nur wenige Meter auseinander. Die evangelischen und katholischen Gemeinden in Soest haben etwa gleich viele Mitglieder. Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandene ökumenische Bewegung hat von Anfang an in Soest Spuren hinterlassen. 1946 gründete sich eine "Interkonfessionelle Arbeitsgemeinschaft", die sich 1961 in "Ökumenischer Gesprächskreis Soest" umbenannte. Eine erste "Ökumenische Woche" fand statt. D.Dr.Friedrich Siegmund-Schultze, einer der Pioniere der ökumenischen Bewegung, eröffnete in den 50er Jahren in der Jacobistraße ein "Ökumenisches Archiv", das erst 1974 ins Archiv der EKD in Berlin eingegliedert wurde. Neben dem "Ökumenischen Gesprächskreis" entstand 1962 der "Ökumenische Studienkreis Soest", der sich intensiv mit den Entwicklungen in der Weltökumene auseinandersetzte. Durch ihn angeregt kam es zur Einführung einer ökumenischen Bibelwoche und zur Abhaltung ökumenischer Pfarrkonferenzen.
In der ökumenischen Hochzeit nach dem 2.Vatikanischen Konzil kam es nicht nur zu regelmäßigen Kanzeltausch zwischen Petri und Patrokli, sondern 1969 auch zur Gründung des "Rates Christlicher Gemeinden in Soest", der die Ökumene vor Ort in der festen Form eines Rates der Kirchen organisierte und den ersten offiziellen ökumenischen Kirchenrat in Westfalen darstellte. In den 80er Jahren wurden gemeinsame Gemeindefeste zwischen St.Petri-Pauli und St.Patrokli gefeiert und im konziliaren "Prozeß für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" engagierten sich Christen aller Konfessionen.
Auch wenn heute nicht mehr die Zeit der grossen ökumenischen Aufbrüche ist - das Netz der ökumenischen Kontakte ist sehr eng und die alltägliche ökumenische Zusammenarbeit z.B. in Schulgottesdiensten, Altenheimgottesdiensten und bei vielen "Gemeinsamen Trauungen" ist eine Selbstverständlichkeit geworden.

Seit Mai 2012 gibt es die neue Internetseite "www.oekumene-soest.de", auf der die Arbeit des "Rates christlicher Gemeinden" und die ökumenischen Veranstaltungen und Initiativen der Soester Gemeinden dokumentiert sind.





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