Neujahrsempfang im Petrushaus (8.Januar 2017)



Soest. Keine Frage: Die Petri-Pauli-Kirchengemeinde blickt auf ein bewegtes Jahr 2016 zurück. Das wurde beim traditionellen Jahresempfang im Petrushaus jetzt noch einmal deutlich, als Pfarrer Bernd-Heiner Röger das vergangene Jahr Revue passieren ließ.

Mit Christian Casdorff hat ein neuer Pfarrer seinen Dienst angetreten, ein neues Presbyterium wurde ebenso wie eine neue Kantorin gewählt. Gleichzeitig gab es eine Umstrukturierung im Bereich der Kirchenmusik: Aus der Stadtkantorei wurde die Kantorei an St. Petri.

Doch damit nicht genug: Das Gotteshaus im Herzen der Stadt hat auch noch eine neue, äußerst innovative Beleuchtung bekommen. Und bei einem Tauffest in der Aula des Convos wurden gleich 18 Menschen getauft.

Und das noch junge Jahr dürfte nicht viel weniger ereignisreich werden: In Kürze tritt die neue Kantorin Annette Elisabeth Arnsmeier ihren Dienst an. In der Paulikirche wird das Dach saniert und mit dem näher rückenden Zusammenschluss der Kirchenkreise Soest und Arnsberg sowie den verschiedenen Feierlichkeiten anlässlich des Reformationsjubiläums tangieren auch zwei „Großereignisse“ Petri-Pauli.

Pfarrer Röger ging in seinerm Rückblick aber auch auf inhaltliche Herausforderungen für die größte Soester Kirchengemeinde ein. Der steigende Trend zur Individualisierung sorge dafür, dass der Aufwand bei Trauungen und Taufen gestiegen sei. Gleichzeitig erfordere dies mehr Kreativität.

Zudem registriert der Pfarrer einen deutlichen Anstieg so genannter Events. Früher habe es normale Gruppenarbeit und ein jährliches Gemeindefest gegeben. Heute gebe es alle drei Wochen ein Ereignis: Mitarbeiterfest, Gemeindefest, Tauffest, Grillfest, Nacht der offenen Kirchen, Adventscafe und vieles mehr.

Die Veränderungen sind dabei durchaus tiefgreifend. Es sei eine Wandlung von der Volkskirche zur freiwilligen Kirche feststellbar. So sei zum Beispiel die Teilnahme am Konfiunterricht längst nicht mehr selbstverständlich.

Vor diesem Hintergrund appellierte Röger an die Gemeindemitglieder, dass es wichtig sei, das Profil der Kirchengemeinde weiter zu schärfen, dabei auch offen für Veränderungen zu sein: „Das aber bedeutet nicht, dass man jedem Trend hinterherschwimmen muss.“

Ein wichtiges Thema in 2016 war auch die Flüchtlingsarbeit. Hier ist besonders Pfarrer Dr. Christian Welck aktiv, der in den neuen Gemeindegliedern, die vorzugsweise aus dem Iran oder Syrien stammen und sich zum christlichen Glauben bekennen, eine positive Bereicherung sieht: „Bei allen Unterschieden erleben wir eine große Gemeinschaft, die uns gut tut.“
Hans-Albert Limbrock / Bernd-




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